Hier möchte ich euch eine kurze Übersicht geben, mit welchen Kampfkünsten ich mich sehr intensiv beschäftige. Den Schwerpunkt habe ich dabei mittlerweile auf die traditionellen japanischen Kampfkünste wie Iaijutsu/ Kenjutsu, Jūjutsu und Kobudo gelegt.

In der Vergangenheit konnte ich bereits einige Eindrücke in verschiedene Kampfkünste (Tai Chi, Taekwondo und Aikido) gewinnen, aber wirklich begeistern konnten mich diese Künste nicht wirklich. Hängengeblieben bin ich dann bei Jūjutsu. Zuerst versuchsweise bei der traditionellen Variante, dann zusätzlich noch die moderne Selbstverteidigung und nun wieder nur noch Nihon Jūjutsu. Zudem trainiere ich noch Iaijutsu und Kenjutsu (japanischen Schwertkampf) in verschiedenen Schulen.

Wer Interesse an diesen Kampfkünsten hat sollte einen kurzen Blick auf meine Link-Sammlung werfen, wo ich die wichtigsten Links zum Thema I.S.B.A. gesammelt habe. Die aktuellsten Informationen findet ihr in der Kategorie Kampfkunst, und ansonsten gebe ich euch auch gerne persönlich Auskunft!

Modernes Jūjutsu

Bei Kungfu in den verschiedenen Spielarten und Taekwondo hatte ich immer das Problem, das meine Ungelenkigkeit und eingeschränkte Bewegungsfähigkeit immer wieder ein Hindernis darstellte. Hohe oder gesprungene Tritte oder besonders tiefe Positionen waren ganz einfach das totale K.O.-Kriterium für mich. Als ich dann Ende 2006 zum Aikido gewechselt bin wurde das zwar ein wenig besser, aber wirklich besser wurde es nicht, die Probleme verlagerten sich nur. Ich hatte nun mit Gleichgewicht und fließenden Bewegungen zu kämpfen, bei denen ich immer das natürliche Bedürfnis sah mit dem Gesicht auf der Matte bremsen zu müssen.

Mit Jūjutsu habe ich nun endlich eine Kunst gefunden, mit der ich effektiv umgehen kann. Wo Aikido viel mit Bewegung arbeitet kann ich dies nun mit einfachen Hebeln und auch harten Kontertechniken (die es ja so im Aikido nicht gibt) ausgleichen. Mehr zu diesem Thema könnt ihr unter dem Schlagwort Jūjutsu nachlesen.

Nihon Jūjutsu

In der I.S.B.A., dem Verband, dem ich angehöre, wird Nihon Jūjutsu – also die traditionelle Kampfkunst, nicht die moderne Selbstverteidigung – gelehrt. Das Curriculum umfasst insgesamt neun verschiedene Ryū (Schulen), die die verschiedensten Waffen, aber auch waffenlose Techniken vermitteln. Dazu gehören z. B. Tantō (Kampfmesser), Shotō (Kurzschwert) und Daitō (Langschwert), Kusarigama (Kettensichel), Stangenwaffen wie Bō/ Hanbō/ Tanbō (Langstock, halber Langstock, Kurzstock), Naginata (Schwertlanze) und viele andere.

Im Laufe der Graduierungen kommen je nach Level verschiedene Waffentechniken zu den waffenlosen hinzu. Die waffenlosen Techniken werden dabei in einem festgelegten Zehnermuster eingeübt, wobei die Angriffe jeweils immer (bis auf wenige Ausnahmen) die gleichen sind. Das Schlagwort Nihon Jūjutsu liefert dazu einige Artikel.

Iaijutsu und Kenjutsu

Im Iaijutsu, der Kunst des Schwertziehens, konnte ich bereits in zwei Organisationen Erfahrungen sammeln. Über das Aikido-Training in Freiburg bin ich auf das Aikido Toho Iai aufmerksam geworden und habe dies fast anderthalb Jahre lang trainiert, bis ich begonnen habe in der I.S.B.A. Iaijutsu zu trainieren. Die Suigetsujuku Ryū-ha der I.S.B.A. umfasst mehrere Iaijutsu-Stile. Kennenlernen und selbst praktizieren konnte ich bisher nur die Shinto Munen Ryū sowie die Keishi Ryū. Durch Seminare oder kurze Exkursionen in andere Schulen konnte ich noch Eindrücke in der Tenshin Shoden Katori Shinto Ryū und der Muso Jikiden Eishin Ryū sammeln. Die Faszination beim Iaijutsu liegt für mich immer noch darin, das man sich voll und ganz auf einen Schnitt konzentrieren muss. Man schult so nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Ich muss mich konzentrieren, äussere Einflüsse ausblenden und mich auf diese eine Sache fokussieren.

Kenjutsu ist hingegen alles das, was nach dem ersten Schnitt kommt, der eigentlich Zweikampf sozusagen (so eine grobe Trennung, die ich einmal in einem Forum dazu aufgeschnappt habe). Auch hier konnte ich bereits in mehreren Schulen Erfahrung sammeln, anders als beim Iaijutsu jedoch trainiere ich diese Schulen auch weiterhin. Diese sind die Kashima Shinto Ryū sowie die Ono-ha Ittō Ryū. Beide unterscheiden sich sehr stark voneinander: wo Kashima Shinto Ryū dem Aikido ähnelt und mit der Energie des Gegners arbeitet ist Ono-ha Itto Ryū genau das Gegenteil. Man schneidet in den Angriff des Gegners hinein und ringt ihn sozusagen mit “purer Kraft” nieder. Die gelehrten Kenjutsu-Stile innerhalb der I.S.B.A. liegen meines Empfindens nach irgendwo dazwischen, allerdings habe ich bisher auch nur die Rikishin Ryū kennengelernt und trainiert.

Einige Infos zu diesen und anderen Stilen habe ich unter den Schlagwörtern Iaijutsu und Kenjutsu gesammelt.

Seminarberichte

Da ich schon einige Seminare zu Kampfkunst- und Kulturthemen mitgemacht habe und gerne die ein oder andere Erinnerung daran behalten und teilen möchte, wäre eine Seite darüber genau die richtige Art. Da diese allerdings auch nur auf das entsprechende Schlagwort verwiesen hat wurde sie ersatzlos gestrichen.